Bildschirmkalibrierung

Die PerfectLum 3 medizinische Display-Kalibrierungssoftware kalibriert jedes Computerdisplay und jeden Projektor nach dem internationalen Standard DICOM Teil 14 GSDF. PerfectLum 3 stellt auch die Leuchtdichte des Displays ein, prüft die Ergebnisse der Kalibrierung und speichert diese in einer Datenbank.

Die Funktionen von PerfectLum 3 sind im Folgenden aufgelistet:

 Kalibrierungsabschnitt

Graustufen- und Farbkalibrierung

Die Kalibrierungsfunktion ermöglicht es Ihnen Ihr Display entsprechend den Einstellungen in den Voreinstellungen zu kalibrieren. Kalibrierungsarten wie DICOM, Gamma und CIE L* sind mit dem Kalibrierungstool für medizinische Monitore, PerfectLum, durchführbar.

Die medizinische Monitorkalibrierungssoftware führt die Kalibrierung aller Graustufen durch und erreicht neutrale Grautöne und niedrigste Delta E Werte. Sie passt auch die Leuchtdichte auf den gewünschten Zielwert in Candela an, der in den Voreinstellungen festgelegt ist. Dadurch wird sichergestellt dass der Betrachter Farben richtig dargestellt sieht, da die Darstellung eines Bildes auch von Farben in den Grautönen und nicht nur von der Luminanz beeinflusst wird.

Homogenitätskorrektur

Die PerfectLum medizinische Displaykalibrierungsanwendung ist in der Lage die Homogenität der Leuchtdichte eines Displays zu korrigieren. Weicht zum Beispiel ein Display zu 30% in der Leuchtdichte von der Mitte her ab, kann PerfectLum dies auf bis zu 3% Abweichung korrigieren. Ein ungleichmäßiges Display kann in der medizinischen Diagnostik nicht verwendet werden.

Automatische Display Einstellung

Das medizinische Monitorkalibrierungstool PerfectLum passt Display-Einstellungen automatisch über den DDC/CI-Kanal an, so dass Sie nicht in das OSD-Menü des Monitors gehen müssen. Die Leuchtdichte und die optimale Farbtemperatur des Displays werden automatisch an die gewünschten Zielvorgaben angepasst, um eine schnelle und einfache Kalibrierung zu garantieren und ein hochwertiges Ergebnis sicherzustellen.

Hardware-Kalibrierung

Anstatt die Einstellungen auf der Grafikkarte Ihres Computers zu speichern, wird die LUT (Look Up Table) Kalibrierung in dem unterstützten Display selbst gespeichert. Dies stellt hohe Präzision von Farbtemperatur, Graustufen, Leuchtdichte und Schwarzpunkt sicher.

ICC-Profilerstellung

Während des Kalibrierens wird ein ICC-Profil Version 4 mit 3-dimensionalen Farbinstrumenten und 16 Bit-Genauigkeit erzeugt, um die Farbeigenschaften für das gegebene Display zu speichern. Alle Farben im erstellten Profil haben niedrige Delta E-Werte. Dieses Profil ermöglicht Cross-Plattform-Kommunikation von Farbe und sorgt für farbgetreues Betrachten auf allen Geräten, die an der Bildwiedergabe beteiligt sind.

Beginnen Sie mit Ihrer Kalibrierung

Wählen Sie zuerst das Display das Sie kalibrieren wollen aus dem Menü links, schließen Sie Ihr Messgerät an und drücken Sie die “Kalibrieren” Taste – das ist alles.

Abstimmung von zwei Displays zur identischen Bildwiedergabe

Betrachten Sie Bilder mit Hilfe einer Anwendung auf zwei oder mehr Displays an einem Arbeitsplatz nebeneinander oder mehreren Displays an verschiedenen Arbeitsplätzen, erwarten Sie dass Ihre Bilder auf jedem Display identisch aussehen.

Damit die Bilder auf verschiedenen Displays gleich aussehen, müssen die Displays diese identisch reproduzieren. Um dies zu erreichen, müssen die folgenden Eigenschaften auf jedem Display gleich sein:

  • Farbtemperatur
  • Maximale Leuchtdichte
  • Leuchtdichteverlauf (häufig auch als Gamma bezeichnet)

Um die gleiche Farbtemperatur auf jedem Display zu erhalten, muss sie über den gesamten Dynamikbereich eines jeden Displays korrigiert werden – von schwarz bis weiß. Die Einstellung der Farbtemperatur kann entweder über das interne LUT des Displays oder das Grafikkarten-LUT durchgeführt werden.

Darüber hinaus müssen alle Displays den gleichen Weißpegel/maximale Leuchtdichte haben. Die maximale Leuchtdichte wird auf DDL (Digitales Ansteuerungslevel) 255 in der Mitte des Displays gemessen. Die Luminanzregelung sollte über die Helligkeits-Einstellung des Displays durchgeführt werden.

Der dritte Faktor, der die Bildwiedergabe beeinflusst, ist der Leuchtdichteverlauf eines Displays, das sog. Gamma. Es gibt verschiedene Arten des Leuchtdichteverlaufs, wie z.B. DICOM, CIE L* oder Gamma. Der Leuchtdichteverlauf muss bei allen Displays gleich sein. Die Anpassung kann entweder über das interne LUT des Displays oder über das Grafikkarten-LUT durchgeführt werden.

Vorgehensweise:

  • Achten Sie darauf dass alle Displays mithilfe des Display OSDs auf die gleichen Werte eingestellt sind. Besonders wichtig sind die Farbvoreinstellungen, die Helligkeit und der Kontrast. Ein Reset auf Werkseinstellungen aller Displays kann hilfreich sein um sicherzustellen, dass alle mit den gleichen Einstellungen beginnen.
  • Verwenden Sie nur ein Messgerät. Messgeräte haben leider noch immer erhebliche Abweichungen bei der Messung von Farbe. Deshalb empfiehlt es sich, dasselbe Gerät für alle Displays zu verwenden.
  • Identifizieren Sie das schwächste Display. Sollen alle Displays die selbe Leuchtdichte haben, müssen Sie wissen welches die niedrigste hat und diese dann messen. Diese Leuchtdichte wird der Zielwert für alle Displays werden. Es ist wichtig die gleiche Leuchtdichte auf allen Displays zu haben, die mit demselben Arbeitsplatzrechner verbunden und nebeneinander aufgestellt sind.
  • Stellen Sie Ihre Zielwerte für die Leuchtdichte, Farbtemperatur und Gamma in den PerfectLum Einstellungen ein.
  • Führen Sie einen Display-Kalibrierung mit diesen gleichen Einstellungen auf jedem der Displays durch.

Lesen Sie mehr über die PerfectLum Qualitätssicherung für medizinische Displays und das Remote Display-Management System.